Haben Sie Ihren Geschäftszweig gefunden und sind endlich selbständig? Sind Sie schon lange mit Ihrer Selbständigkeit auf dem Markt und sind nicht ganz zufrieden so wie alles läuft. Die Umsätze aus der Selbständigkeit könnten besser sein? Ihr Bekanntheitsgrad lässt noch zu wünschen übrig? Irgendwie haben Sie das Gefühl «In meiner Selbständigkeit und als Unternehmerin fehlt mir noch was» doch Sie wissen nicht was?

Davon kann ich ein Lied singen und dieses Lied hätte unendlich viele Strophen, wenn es ein Lied gäbe. Meine Arbeit in Selbständigkeit, die ich seit 2003 ausübe, macht mir viel Spaß. Freunde sagen mir nach, ich hätte ein Helfersyndrom und käme deshalb auf keinen grünen Zweig. Ich glaube, das stimmt. Denn ich helfe sehr gerne. Über die Jahre wurde mir bewusst, dass es unter anderem die Sehnsucht nach Anerkennung war. Wer möchte das nicht? Doch was nützen Anerkennung und Selbständigkeit, wenn die Zahlen nicht stimmen? Ich machte mir viele Gedanken. Wie und was mache ich falsch? Was und wie kann ich verändern?

Ich besuchte ein Seminar nach dem anderen

Ich dachte, noch mehr Wissen hilft weiter. Doch das war nicht so. Nichts brachte mich wirklich weiter, bis auf «das» eine Seminar, als mir der nette Referent mitteilte, dass Flipp Flops in der Unternehmerwelt gar nicht gingen. Hierzu berichtete ich in meinem Artikel «Vom übergewichtigen Trampeltier zum gewichtigen Businessweib.» Dazu sah ich jeden Monat meine Zahlen, die immer noch nicht passten. Meine Frage lautete: «Was ist zu tun?»

Der nette Referent teilte mir mit, dass Flip Flops in der Selbständigkeit gar nicht gingen.
Der nette Referent teilte mir mit, dass Flip Flops in der Selbständigkeit gar nicht gingen. Photo by Heike Ochel-Herwig

Eines Tages kam mein Mann von einem Seminar zurück und verschwand hinter dem Bildschirm seines Computers. Neugierig wie ich war, wollte ich doch wissen, was er suche. Er erzählte mir von einem Unternehmerfrühstück, das wirklich was bringen sollte.

Was soll ein Frühstück bringen?

Meine Gedanken dazu: «Was soll schon ein Frühstück bringen – außer, dass alle satt werden und geredet wird.» Mein Mann ließ nicht locker und führte seine Suche fort und war erfolgreich.

Er meldete sich zu einem Frühstück in einem 50 Kilometer entfernten Ort an und fuhr hin. Ganz begeistert kam er zurück. Ungefähr 40 Unternehmer waren dort und jedes Unternehmen präsentierte sich kurz – auch er. Was lustig war, mein Mann erfuhr dort, dass nur 500 Meter von unseren Geschäftsräumen entfernt, jeden Mittwochmorgen ein solches Unternehmerfrühstück stattfindet.

Seltsam, wie viele Umwege gegangen werden müssen, um das Gute zu finden. Mein Mann nahm Kontakt zu dem Herrn auf, der ihm genannt wurde und war beim nächsten Treffen dabei.

Unternehmerfrühstück beim BNI-Wittgenstein
Unternehmerfrühstück beim BNI-Wittgenstein: Photo by facebook.com/@netzwerk.wittgenstein

Begeistert kam er zurück. Warum war er so begeistert? Schließlich sind die Unternehmer schon um 6.45 Uhr vor Ort. Warum so früh? Seine Antwort schien mit plausiebel. So kann jeder Unternehmer spätestens um 9 Uhr seinem Tagewerk nachgehen.

Er besuchte das Unternehmerfrühstück noch zwei Mal. Beim dritten Besuch musste ich hin, da Günter verhindert war. In mir sträubte sich alles. Doch dann dachte ich ok, gemütlich frühstücken, ein paar Visitenkarten austauschen und gut ist.

Ich ging zum besagten Frühstück

Mein Erstaunen war groß. Noch nicht richtig im Raum, wurde ich begrüßt und gefragt, in welcher Branche ich tätig sei. Mir wurde ein Namensschild überreicht und ich wurde einer Dame mit den Worten vorgestellt: «Ihr müsst euch einfach kennenlernen, da könnte sich was draus entwickeln.»

Um Punkt 7.00 Uhr saßen alle Unternehmer am Tisch und es fand eine offizielle Begrüßung statt.
Um Punkt 7.00 Uhr saßen alle Unternehmer am Tisch und es fand eine offizielle Begrüßung statt. Photo by facebook.com/@netzwerk.wittgenstein

Ganz schnell wurde mir klar, dass das keine dieser Netzwerkveranstaltungen war, die ich beriets kannte.

Netzwerken mal anders

Nach der Begrüßung wurden die einzelnen Personen mit ihren Aufgabengebieten in diesem Netzwerk vorgestellt. Ich dachte ok, das wars. Jetzt wird gefrühstückt. Nein, da lag ich falsch. Es ging gleich weiter. Jedes Unternehmen stellte sich kurz vor und alle schienen auf den Punkt zu kommen. Ich traute meinen Ohren nicht. Sechzig Sekunden Zeit hatte jeder, ich auch. Mir schoss es, wie ein Blitz, durch jede Ader. Was erzähle ich denn? Ehrlich gesagt habe ich, bedingt durch meine Aufregung, kaum etwas von dem was die anderen sagten mitbekommen.

Seltsam, wie viele Umwege gegangen werden müssen, um das Gute zu finden.
Seltsam, wie viele Umwege gegangen werden müssen, um das Gute in der Selbständigkeit zu finden. Photo by facebook.com/@netzwerk.wittgenstein

Ich sah wie Schilder hochgehalten wurden «10 Sekunden». Die Unternehmer machten das sehr routiniert, bis auf einen Herrn. Der war nach 60 Sekunden noch nicht am Ende. Es folgte ein Schild mit «Danke». Dieser Mann redete immer noch und das Schild mit «Applaus» lies alle applaudieren. Wie unverschämt war das denn? Den anderen nicht einmal ausreden lassen. Oh Mann, was ging denn hier ab?

Dann kam ich dran. Vor lauter Nervosität wusste ich nicht, was ich gesagt habe. Froh war ich nur, dass ich wohl in den 60 Sekunden geblieben bin. Ich hatte mir geschworen, da gehe ich nicht mehr hin. Bis mir mein Mann eine Woche später wieder mitteilte, dass ich wieder dort aufschlagen müsse, denn er konnte wieder nicht. Ok, dieses eine Mal noch.

Geregeltes, strukturiertes Netzwerken zahlt sich in der Selbständigkeit aus

Seit über einem Jahr gehe ich gerne jeden Mittwoch um 6.30 Uhr ins Cafe Wahl nach Bad Berleburg, um mich dort mit meinen Unternehmerkolleginnen und -kollegen zum BNI Business Network International Unternehmerfrühstück zu treffen und Geschäfte zu machen. Mein Helfersyndrom kann ich ausleben und bekomme von Allen anderen Unterstützung. Ganz nach dem BNI Motto: Wer gibt – gewinnt.

Kurzpräsentationen sind das A und O eines jeden Unternehmers

Mittlerweile habe ich selbst die Aufgabe der Schatzmeisterin im BNI-Wittgenstein  (Business Network International) übernommen und halte die besagten Schilder «10 Sekunden – Danke – und Applaus» hoch. Sie erinnern sich? Beim ersten Besuch war ich darüber empört.

Die Erleichterung war nach der ersten 10-Sekunden-Präsentation gross.
Die Erleichterung war nach der ersten 10-Sekunden-Präsentation gross. Photo by facebook.com/@netzwerk.wittgenstein

Dahinter steckt ein System: Welches? Die Übung: Wie bekomme ich eine kurze, knappe, interessante, neugierig machende und vermittelnde Präsentation hin, ohne mein Gegenüber zu langweilen oder ohne das mein Gegenüber mich in eine Klischeeschublade steckt. Hier hat jeder die Möglichkeit, wie auch ich, sich weiterzuentwickeln um auf den Punkt zu kommen.

Ich durfte in der Zeit erfahren, was es heißt, sich mit mir, meinen Tätigkeiten, meinen Zielgruppen, mit meinem ganzen Unternehmen ständig auseinanderzusetzen. Denn von Mittwoch bis Mittwoch ist immer so kurz. Sind wir doch mal ehrlich zu uns selbst, nehmen wir uns im Alltag wirklich die Zeit dazu? Ich bin der Meinung: „Die meisten nicht.“

Mit jeder Präsentation besser werden

In einem Jahr sind das 3600 Sekunden, die kurz und prägnant beim Gegenüber rüberkommen müssen, damit Empfehlungen ausgesprochen werden können. Jedes Mal habe ich mich wieder präsentiert und mit jedem Mal fiel mir auf, was zu verändern ist, damit das was ich tue noch besser ankommt. 

Zuerst stellte ich, über Wochen, meinen Geschäftszweig vor, indem ich Privatpersonen weiterhelfe zu mehr Lebensqualität zu gelangen, wie zum Beispiel durch eine stoffwechsel-optimierten Ernährung.

Präsentationen müssen kurz und prägnant beim Gegenüber rüberkommen, damit Empfehlungen ausgesprochen werden können.
Präsentationen müssen kurz und prägnant beim Gegenüber rüberkommen, damit Empfehlungen ausgesprochen werden. Photo by facebook.com/@netzwerk.wittgenstein

Da unser Arbeit mit und am Menschen nicht so einfach zu erklären ist, wie die Arbeit zum Beispiel eines Fließenlegers, brauchte es ein paar Anläufe, bis überhaupt mal jemand fragte: «Was machst du da?» Als dann Empfehlungen ausgesprochen wurden, berichtete ich von den nächsten Aktivitäten und Geschäftszweigen.

Unter anderem die Aktion für mehr Gesundheit in Schulen. Natürlich hätten wir diesen Auftrag auch ohne BNI bekommen und durchgeführt. Allerdings hätte kaum einer in unserer Region davon erfahren. So wurde ich an die Schulen weiterempfohlen und durfte mich mit unserem Tun vorstellen.

Das Empfohlen werden, wie auch das Weiterempfehlen macht mir Spaß. Bei jedem Gespräch was ich führe, mache ich mir Gedanken, wie mein Gesprächspartner einen Mehrwert durch das Empfehlen meiner BNI Partner bekommt.

Durch BNI mehr gute und warme Kontakte

Ich selbst lernte im BNI eine große Betriebskrankenkasse kennen und es folgte eine Zusammenarbeit mit einem regionalen Unternehmen, das mit uns ein Health and Safety Day durchführte.

Mit einer Stoffwechselmessung und Ernährungstypisierung konnten wir Mitarbeiter begeistern, die wiederum Mitarbeiter begeistern und uns weiterempfehlen.
Mit einer Stoffwechselmessung und Ernährungstypisierung konnten wir Mitarbeiter begeistern, die wiederum Mitarbeiter begeistern und uns weiterempfehlen. Photo by Günter Herwig

Im Nachhinein wurde ich von Mitarbeitern anderer Firmen gefragt: «Können Sie das bei uns auch machen?» Meine Antwort: «Ja sicher können wir, wenn der Chef «Gesundheit zur Chefsache» erklärt.

Bei unserem letzten BNI Frühstück stellte ich in 8 Minuten vor, wie wichtig die Gefährdungsbeurteilung (ArbSchG §5 Psychische Belastung am Arbeitsplatz), die seit dem 01.01.2014 für jedes Unternehmen Pflicht ist vor.

Das Ziel unseres gemeinsamen Frühstücks, ist, meinen Kollegen gute und warme Kontakte zukommen zu lassen und nicht meinen Kollegen etwas zu verkaufen.

Doch zwei Unternehmer sprachen mich, nach meiner Präsentation, sofort an.  Sie hatten für ihr eigenes Unternehmen erkannt, dass bei Ihnen was geschehen muss.

Ganz nach dem BNI-Motto «Wer gibt – gewinnt»

Hier bin ich mit meinem Helfersyndrom doch wirklich gut aufgestellt. Die Anerkennung, die ich suchte, habe ich hier und mit «mehr Arbeit», durch Empfehlungen gefunden. Meine Weiterentwickelung fällt vielen Menschen in meinem Umfeld auf. Das macht mich stolz und zu allem passen nun die Zahlen viel besser. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt.

Engagement im BNI bedeutet für mich:

  • Veränderung der eigenen Gedanken zum eigenen Unternehmen
  • Andere Unternehmer kennen und schätzen lernen
  • Augen und Ohren für meine Kolleginnen und Kollegen offenzuhalten damit ich sie weiterempfehlen kann
  • Gegenseitig helfen und unterstützen
  • Wunschkunden klar deklarieren und das ohne Scheu
  • Umsatzsteigerung für jeden
  • wer gibt, gewinnt

Wer möchte nicht gerne gewinnen?

Zum Glück gibt es in unserem Umfeld noch mehr BNI Treffen. Mir machen alle Treffen Spaß und es entstehen immer wieder gute Kontakte.

Unter Gleichgesinnten macht Selbständigkeit richtig Spass.
Unter Gleichgesinnten macht Selbständigkeit richtig Spass. Photo by facebook.com/@netzwerk.wittgenstein

Die möchten wir nicht nur in unserm Privatleben. Gute Kontakte sind in der Unternehmerwelt unersetzlich. Keine Anzeigen, weder in Print- noch Socialmediaform können gute Kontakte ersetzten. Schließlich sind wir Menschen und Menschen brauchen Menschen.

Haben Sie Interesse an unserer Arbeit und/oder guten Kontakten? Dann rufen Sie mich an oder senden Sie mir eine Mail.

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