Einmal die Woche Obst, ein vergünstigtes Abo im Fitnessstudio, die Teilnahme am Firmen-Marathon: Die Formen des betrieblichen Gesundheitsmanagements sind so vielfältig wie die Mitarbeiter selbst. Und genau darin liegen Problem und Lösung zugleich – jeder Mitarbeiter fordert passgenaue Präventionsangebote. Denn nur, wenn die Chefetage maßgeschneiderte Lösungen (Health Clienting) zur Erhaltung der Gesundheit anbietet, ist das Angebot für alle Mitarbeiter interessant und relevant.

Die Marketingassistentin

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Sie ist gerade fertig mit dem Abitur, hat ein Jahr Auszeit hinter sich und fängt nun mit vollem Elan in einer großen Agentur an. Zweimal die Woche geht sie abends zum Handballtraining, am Wochenende trifft sie sich mit Freunden zum Joggen. Was sie stresst, ist die ständige Erreichbarkeit, die von ihr gefordert wird. Kaum sitzt sie fünf Minuten im Büro, schon blinkt das Mailfach auf: 10 ungelesene Nachrichten, alle mit hoher Priorität versendet. Abends dröhnt ihr der Kopf, weil sie tagsüber nicht weiß, wo er ihr steht.

Was sie sich wünscht: einen modernen Arbeitsplatz und digitale Gadgets, die ihrem sportlichen Lebensstil entsprechen.

Der Junior-Manager

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In der Mittagspause muss es schnell gehen. Meistens fährt er mit ein paar anderen Kollegen zu einer Fast-Food-Kette. Schließlich ist Teambuilding wichtig – besonders jetzt, wo er doch gerade erst befördert wurde. Ab und zu schafft er es noch mal ins Fußballtraining, oft muss er aber kurzfristig absagen. Schlimm findet er das nicht, denn das Geld, das am Ende des Monats auf dem Konto ist, ist seiner Meinung nach ein fairer Ersatz für das schwindende Sozialleben. Ein bisschen zugenommen hat er schon seit der Beförderung, aber das stört ihn nur am Rande.

Was er sich wünscht: ein firmeninternes Fußballteam oder einen Trainingsraum für die Pause.

Die Senior-Projektleiterin

Health Clienting Senior-rojektleiterin
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Eigentlich wollte sie jetzt mal eine Pause machen und die Familienplanung in Angriff nehmen. Aber dafür ist gerade keine Zeit, schließlich steht ihre Vorgesetzte kurz vor der Pension – und dieses Mal wird man sie bestimmt bei der Beförderung berücksichtigen. Jedenfalls hat man ihr das im letzten Jahresgespräch versprochen. Manchmal schaut sie ein bisschen traurig und wehmütig in den Kinderwagen ihrer Freundinnen. Ob sie das alles später mal bereuen wird?

Was sie sich wünscht: einen ehrlichen Umgang miteinander und die Möglichkeit eines Sabbaticals.

Der Geschäftsführer

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Termine, Termine, Termine. Wer versucht, diesen Herren für ein Mittagessen zu treffen, muss mindestens zwei Monate vorausplanen – und dann darauf hoffen, dass nichts «Wichtiges» dazwischen kommt. Sport macht er schon lange nicht mehr. Wenn er es doch mal schafft, sich ein paar Tage freizuräumen, genießt er Wellness, gutes Essen und Wein. Manchmal vielleicht auch etwas zu viel davon. Gesunde Ernährung? Dafür hat er keine Kapazitäten mehr frei. Sein Arzt sagt, er solle mit dem Rauchen aufhören, weil die Lunge schon Probleme macht.

Was er sich wünscht: jemanden, der ihm dabei hilft, mit dem Rauchen aufzuhören.

Die Vorstandsvorsitzende und Gründerin

Health Clienting für Vorstandsvorsitzende und Gründerin
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Ohne sie wären all die anderen nicht da. Mit viel Mut, Strategie und Durchhaltevermögen hat sie eine Firma aufgebaut, die weit über die Landesgrenzen bekannt ist. Sie kann sich jetzt nicht einfach so zurückziehen. Manchmal fühlt sie sich abgekämpft und ausgelaugt. Ihr fällt es schwer, abzuschalten. Früher war sie eine begnadete Tänzerin, doch das hat sie schon lange aufgegeben. Ab und zu lässt ihr Rücken sie das spüren. Insgeheim erwartet sie schon den nächsten Bandscheibenvorfall.

Was sie sich wünscht: eine Physiotherapeutin, die ins Büro kommt oder schnell in der Mittagspause zu erreichen ist.

Was ist das Problem?

Am Beispiel dieser Mitarbeiter wird deutlich, wie unterschiedlich die Bedürfnisse an ein betriebliches Gesundheitsmanagement (Health Clienting) sind – denn jeder einzelne Mitarbeiter befindet sich in einer anderen Lebensphase. Je nach Alter und Karrierestufe beschäftigen sie unterschiedliche Themen und gesundheitliche «Baustellen». Wo kann da ein betriebliches Gesundheitsmanagement ansetzen?

Der Apfeltag ist kein Präventionsmodell
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Das Problem ist offensichtlich: Die aktuellen Konzepte bieten Pauschallösungen für alle Mitarbeiter, ohne Rücksicht auf Alter, Position und Bedarf. Dabei sind die Ansprüche der Mitarbeiter an ein betriebliches Gesundheitsmanagement alles andere als deckungsgleich.
Wie kann eine Lösung aussehen?

Das Konzept eines betrieblichen Gesundheitsmanagements muss so gestaltet sein, dass es sich anpassen kann, und zwar jederzeit und auch kurzfristig. Lässt man die Mitarbeiter wählen, welche Kurse sie besuchen und welche Angebote sie nutzen wollen, ist die Bereitschaft wesentlich höher, als wenn man sie zu bestimmten Teilnahmen verpflichtet. Das System des «Health Clienting» wird diesem Anspruch gerecht, denn das Programm zielt auf die Gesundheit, die Prävention und die Gesundheitsförderung jedes Einzelnen ab. Behandlungen und Angebote nach dem Gießkannenprinzip werden in diesem Zusammenhang außer Acht gelassen und das betriebliche Gesundheitsmanagement damit zur Basis einer gesunden und funktionierenden Unternehmenskultur.

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